7 Tipps im Zusammenleben mit Demenzerkrankten

7 Tipps im Zusammenleben mit Demenzerkranken

1. Angehörige wieder finden

Demenzerkrankte haben oft einen großen Bewegungsdrang und neigen dazu, sich zu verlaufen. Ein Ortungsgerät in der Tasche hilft, den „Verlorenen” wieder zu finden. Wichtig ist auch, dass der Erkrankte immer einen Zettel mit Namen und Adresse bei sich trägt.

2. Gegen den Gewichtsverlust

Demenzerkrankte verlieren manchmal ihr Hungergefühl und können sich schlecht auf das Essen konzentrieren. Mit mundgerechten Häppchen kann der Patient selbst entscheiden was und wann er isst. So vermeidet man auch das „komplizierte“ Prozedere mit Besteck und Tischmanieren.

 

3. Ausreichend Trinken

Statt Wasser, leicht gesüßte Getränke reichen: Demente essen und trinken viel lieber süß, weil sich im Krankheitsverlauf der Geschmack ändert.

 

4. Suchen, kramen, sammeln gehören zum Krankheitsbild

Reduzieren Sie die Zahl möglicher Verstecke und räumen Sie die gesammelten Dinge kommentarlos und unauffällig wieder an ihren Platz. Dokumente sollten unerreichbar verschlossen und vor allem auch kopiert werden.

 

5. Ständiges Fragen

Da hilft nur Geduld, mit Logik kommt man nicht weiter. „Das habe ich dir doch vor fünf Minuten gesagt“, bringt dem Betroffenen gar nichts, weil er sich nicht erinnert. Besucher, selbst die eigenen Kinder, sollten sich mit Namen und Verwandtschafts-grad vorstellen. Besuch und Aufregung verwirren zusätzlich: Feiern sollten deshalb im überschaubaren Rahmen bleiben.

 

6. Strukturen und Orientierung

Ein geregelter Tagesablauf mit festen Strukturen gibt Orientierung. In der Wohnung findet sich der Erkrankte besser zurecht, wenn bestimmte Symbole an Türen, Schränken oder Wänden angebracht sind. Es sollte möglichst wenig verändert werden.

 

7. Aggressivität

Demenzerkrankte sind häufig gereizt, bisweilen sogar aggressiv. Bleiben Sie ruhig, versuchen Sie abzulenken und später den Grund der Wut herauszufinden. Konfrontationen oder den Versuch, den Patienten festzuhalten, sollte man tunlichst vermeiden. Zur eigenen Sicherheit: halten Sie sich
einen Fluchtweg offen.

Vor allem aber: Suchen Sie rechtzeitig Kontakt und Hilfe! Wenden Sie sich bei Fragen gern an uns.